
1 Alzheimersche Krankheit
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und von anderen Formen der Demenz zu unterscheiden. Der klinische Verdacht
stützt sich auf neuropsychologische Tests und bildgebende Verfahren wie
Computertomographie, Magnetresonanz-Tomographie, Positronen Emissions-
tomographie und Photonen Emissionstomographie.
[14-16]
Biomarker für eine frühe
biochemische Diagnose befinden sich in der Testphase.
[17,18]
Substanzen, die an für
die Alzheimersche Krankheit spezifischen und relevanten Proteine binden und über
bildgebende Verfahren nachweisbar sind, wären wünschenswert, sind allerdings erst
im Anfangsstadium ihrer Entwicklung,
[19]
so dass eine definitive Diagnose oft erst
post-mortem anhand der Hirnpathologie gestellt werden kann.
[20]
Bisher gibt es keine Behandlung, mit der die Alzheimer-Demenz geheilt werden
kann. Medikamente, die momentan zur Verfügung stehen, helfen lediglich Symptome
der Erkrankung zu kontrollieren bzw. Erregungszustände, Depressionen oder
psychotische Folgen (Halluzinationen oder Verwirrungen) zu mildern, welche im
Laufe der Erkrankung auftreten können. Arzneistoffe, die die Bildung von Aβ-
Aggregaten bzw. die Entstehung der Neurofibrillären Bündel verhindern, sind daher
von großem Interesse und besitzen eventuell das Potential, den Verlauf der
Alzheimer-Demenz zu stoppen.
1.3 Risikofaktoren
Der größte Anteil der Alzheimererkrankungen ist sporadischer Herkunft, nur 5-10%
sind auf genetische Mutationen familiärer Art zurückzuführen. Trotzdem zeigen
molekulargenetische Analysen, dass mehrere Gene existieren, die das Risiko einer
Alzheimererkrankung beeinflussen. Das Apolipoprotein Gen-E (Apo-E) ist eines der
ersten Gene, die in Zusammenhang mit der Alzheimer-Demenz gebracht werden
konnten. Apo-E spielt eine regulierende Rolle im Lipidmetabolismus, der
Cholesterinaufnahme und intrazellulären Freisetzung von Cholesterin. Es gibt drei
verschiedene Apo-E-Allele, ε2, ε3 und ε4, wobei Individuen, die vermehrt das ε4
produzieren, ein höheres Risiko besitzen, an Morbus Alzheimer zu erkranken.
[21]
Der
genaue Mechanismus, wie ε4 Einfluss auf den Krankheitsverlauf nimmt, ist nicht
geklärt. Vieles spricht dafür, dass ε4 die Aβ-Aggregation fördert, den oxidativen
Stress erhöht und die neuronale Flexibilität beeinträchtigt.
[1]
Neben den genannten genetischen Risikofaktoren stehen genau wie bei anderen
altersabhängigen Erkrankungen (Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs usw.)
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